Schon wieder so eine großartige Platte auf Deep Records! Nach Nils Noa "Monkeybreak" und The Ledge "Falling" erscheint am 18. September die neue Platte der Proluctors und wird wie eben genannte Tracks auch in meinen Plattenkoffer wandern.
Bei "Shake the ground" erwartet uns ein Musterbeispiel davon, wie man in 12 Minuten Elektro, Progressive und Trance verschmelzen kann, ohne dass cheesy zu werden. "Shake the ground" lässt den Boden nämlich wahrhaftig beben und geht enorm in die Beine. Zum zunächst lässigen Drumming gesellt sich ein kratziger und zurückhaltender Synth, der aber auch schnell wieder verschwindet. Eine Stimme teilt uns mit, dass wir den Boden schütteln sollen und es setzt eine düstere, elektroide Stimmung ein. Ein hypnotisch wirkender Prog-Sound setzt ein, der den Track neben einem Vocalsample ("Discover!" in meinen Ohren) bis zum Höhepunkt, dem Break (nach 5 Minuten!!) begleitet. Eine einfache, aber wirkungsvolle Melodie mit Hang zum Trash setzt ein und auch kurz danach wieder aus. Treibend geht es munter weiter, wo nach ungefähr 9 Minuten ein weiterer, kurzer und etwas abstruser Break auf uns wartet. Ganz großes Tennis, das waren die besten 12 Minuten der letzten 24 Stunden! =)
Und als ob das nicht schon genug Lobgesang für eine Platte wäre, gibts auf der Flipside noch die ebenfalls treibende Nummer "Sunset". Hier geht es aber insgesamt grooviger und balearischer zur Sache - eine ideale Abwechslung zum düster treibenden Monster "Shake the ground". Der Bass wird ganz großartig erst ein paar Mal kurz angesäuselt, bevor der Break mit seinen Ibiza-esken Flächen daherkommt und eine Frauenstimme "The sun will always shine" sagt. Kurz weiter getrommelt und ein richtig schöner, proggi-blubbernder Break mit den erwähnten Vocals umschmeichelt die Gehörgänge. Ein paar Mal die Melodie geloopt und es geht herrlich treibend und fluffig weiter. Ein Spätsommernachtstraum, dieser Track! Allerliebst.
Deswegen hier mal meine vorsichtigen Wertungen:
Shake the ground: 5,5/6
Sunset: 5,5/6